Fokusthema: Modernisierung der Anwendungslandschaft

IT-LANDSCHAFTEN VON VERSICHERUNGEN – ES BESTEHT MODERNISIERUNGSBEDARF

Schnelle Reaktionszeiten, neueste Technologien und eine hohe Flexibilität – diesen Ansprüchen müssen Unternehmen im digitalen Zeitalter entsprechen.

„Bewegen sich der Markt und die Gesellschaft immer schneller, mangelt es vielen Unternehmen an der geforderten Agilität“, erklärt Gerhard Weigand, Manager bei Q_PERIOR. Dies hat mehrere Ursachen: starre und teils veraltete IT-Systeme mit hohem Wartungsaufwand, die in den meisten Betrieben noch im Einsatz sind, und eine Unübersichtlichkeit und Intransparenz über die Unternehmensstruktur und -daten. Über Jahrzehnte haben sich viele Unternehmen und ihre IT-Landschaften vergrößert. Große Silolösungen entstanden, ohne dabei darauf zu achten, einzelne Anwendungen und Daten miteinander zu vernetzen. Eine ganzheitliche Sicht auf einen Konzern und die Kunden ist dadurch oft nicht mehr möglich. In der Folge können neue Markt- und Kundenanforderungen nur mit hohem Aufwand umgesetzt werden.

Hinzu kommen stetig wachsende regulatorische Anforderungen an Unternehmen, die viele Ressourcen binden und somit kaum Raum und Zeit für Innovationen und deren Umsetzung lassen. Strategisch, fachlich und prozessual besteht daher bei vielen Firmen ein großer Nachholbedarf für eine flexible IT mit Möglichkeiten zur Erschließung zeitgemäßer Kundenschnittstellen. „Und die Umbrüche sind bereits in vollem Gange“, berichtet Weigand. „Im Zuge der Digitalen Transformation verändern sich das Verhalten und die Bedürfnisse der Kunden sehr stark. Kunden erwarten inzwischen Self-Services-Möglichkeiten, 24/7 Verfügbarkeit und funktionale und individuelle Angebote.“

Strategisches Ziel: Modernisierung der Anwendungslandschaft

Um den Anschluss an den Markt nicht zu verlieren, müssen sich Unternehmen den Herausforderungen der Lösungsentwicklungen in zwei Geschwindigkeiten (Bimodale IT) annehmen. Unabdingbar ist dabei die Modernisierung der Anwendungslandschaft, die sich durch Modularität, Flexibilität und Vernetzung auszeichnet. Ziel ist es, die IT-Landschaften so zu erneuern und an neue Kundenschnittstellen anzupassen, dass sie mit dem Takt der Veränderungen des Marktes und der Gesellschaft Schritt halten können.

Vorausschauend modernisieren

In der praktischen Umsetzung erreichen Betriebe eine gezielte, spürbare Veränderung, indem sie die fachlichen Prozesse und deren genutzte Applikationen näher betrachten. Betroffen sind alle Prozesse von der Geschäftsanbahnung bis hin zu der Pflege und dem Auflösen von Verträgen. Die unterschiedlichen Fachprozesse werden IT-seitig durch Applikationen wie zum Beispiel spezielle Vertriebs- oder Schadenssysteme abgedeckt. In vielen Unternehmen sind diese Prozesse und somit auch die damit verbundenen Applikationen über Jahrzehnte gewachsen, wurden erweitert und verändert, sodass auf Grund der Komplexität und Spezialisierung der ganzheitliche Blick oftmals verloren ging.

Um einen guten Überblick über die gesamte Anwendungslandschaft wieder zu erlangen und die Prozesse und Applikationen näher zu analysieren, können Unternehmen auf externe Beratungsdienstleister und deren Analyse-Modelle als Hilfsmittel zurückgreifen. Q_PERIOR hat beispielsweise für Kunden aus der Versicherungsbranche das Q_PERIOR Insurance Model entwickelt. Ein solches Modell ermöglicht eine ganzheitliche prozessuale Sicht auf Versicherungsunternehmen bis hin zur modellhaften Darstellung der Anwendungsarchitektur. Die Vernetzung von Prozessen und Anwendungen lassen sich so leicht nachvollziehen.

Im Detail besteht das Insurance Model aus drei Modellen: Fachliche Kernprozesse, Facharchitektur und Anwendungsarchitektur. Diese fungieren bei der Analyse wie ein Projektbeschleuniger als gemeinsame Kommunikationsbasis zwischen Kunde und Dienstleister. Die detaillierte Betrachtung veranschaulicht in der Regel, dass die IT-Landschaften von Versicherung zu Versicherung historisch gewachsen und sehr individuell sind.

Die Analyse mit Hilfe des Insurance Models geht sehr in die Tiefe und ist umfangreich. Wenn Unternehmen zunächst nur einen ersten Eindruck und groben Überblick über die interne Situation erhalten möchten, bietet sich ein „Quick Check“ an. Beim Quick Check werden in erster Linie nur die Unternehmensprozesse untersucht und abgebildet. Für kleinere Anpassungen und eine schnelle Analyse möglicher Auswirkungen ist dieses Modell somit gut geeignet. Für einen ganzheitlichen Blick und die Ableitung grundlegender Veränderungen ist eine umfangreichere Analyse allerdings unausweichlich.

Modernisierung mit Blick auf die Unternehmensstrategie

Aus den Ergebnissen der Analysen leiten sich entsprechende Handlungsempfehlungen und Maßnahmen ab: Inhaltlich gestalten sich die Handlungsempfehlungen und Maßnahmen je nach Versicherungsunternehmen unterschiedlich und individuell. Denn die Veränderungen müssen mit der jeweiligen Unternehmens- und Produktstrategie vereinbar sein. Diese Maßnahmen reichen von der Überarbeitung des Produkt- oder Kundenportfolios über Änderungen von Kundenbewertungen bis hin zum Clustern und der Auswahl einzelner Anwendungen, die verändert werden müssen.

„Wie Unternehmen die Analyseergebnisse umsetzen, ist aber nicht nur abhängig von der Kompatibilität mit der Unternehmensausrichtung, sondern hängt sehr stark von ihrer Bereitschaft zu Veränderungen ab“, betont Gerhard Weigand.

Bereitschaft zur Modernisierung steigt

Gerade große Versicherungskonzerne schreckten in der Vergangenheit oft auf Grund der benötigten personellen und finanziellen Ressourcen vor umfangreicheren Modernisierungsinitiativen zurück. Was die Problematik einer fast frei wuchernden und veralteten Prozess- und Anwendungslandschaft eher verstärkt hat. Allerdings stoßen Viele langsam an ihre Grenzen, gerade im Hinblick auf die zahlreichen Speziallösungen, die die Systeme zusehends verlangsamen. Daher steigt mittlerweile die Bereitschaft für einen Wandel. Allein schon auf Grund der kontinuierlich steigenden regulatorischen Anforderungen, die an sie gestellt werden. In der Vergangenheit wurden für Versicherungsunternehmen viele nationale und internationale Regelungen wie z.B. Solvency II, IDD, IFSR 4, erlassen. Die Unternehmen waren stark mit deren Ausgestaltung und Umsetzung beschäftigt. Oftmals griffen sie aus Zeitmangel auf schnelle Notfall- bzw. Speziallösungen zurück. Über die Jahre entstanden auf diese Weise ganze Ansammlungen an provisorischen Lösungen. So können und wollen viele Versicherungsunternehmen nicht mehr weiterverfahren und streben nach einer Umstellung hin zu einer modernen und flexiblen IT-Landschaft.

Egal, ob kleiner oder großer Versicherungsdienstleister, alle werden sich in der nahen Zukunft mit der Modernisierung ihrer Anwendungslandschaft beschäftigen müssen. Das sich stetig verändernde Verhalten der Versicherungskunden, der individuellere Absicherungsbedarf und die sich immer weiter entwickelnden regulatorischen Anforderungen lassen ihnen keinen großen Spielraum mehr.

WIR SIND FÜR SIE DA!

Mit Q_PERIOR steht Ihnen ein starker Partner zur Seite.
Wir freuen uns auf Ihre Herausforderung!