Q_PERIOR BI- und Analytics Tagung 2017

Wohin geht die Reise? BI-Architekturen im Umbruch

„Wir befinden uns mitten im BI Hype Cycle“, erklärte ein Teilnehmer der BI- & Analytics-Tagung von Q_PERIOR. Durch die gestiegenen Anforderungen an Flexibilität, Reaktionszeiten, Datenhaltung und -nutzung bewegen sich viele Unternehmen weg vom klassischen Data Warehouse hin zu BI-Ökosystemen. Die SAP befeuert diese Entwicklung, indem sie in immer kürzeren Innovationszyklen neue Lösungen präsentiert – ob BW on HANA, BW/4HANA oder SAP HANA native. Diese Lösungen bieten Unternehmen einerseits interessante Möglichkeiten, andererseits generieren sie gleichzeitig neue Fragestellungen, Unsicherheiten und unternehmerische Risiken.

Die Vorträge der BI- & Analytics-Tagung im Überblick:

  • Pioneering the hybrid data warehouse with SAP BW and SAP HANA
    Munich Re
  • Implementierung eines umfassenden und nachhaltigen Datenmanagements – eine Lösung für zunehmende regulatorische Anforderungen
    IKB Deutsche Industriebank
  • S/4HANA Finance Analytics @ Swiss Re – Architecture, Modelling and Lessons Learned
    Swiss Re
  • SAP BI & Analytics News und Roadmap, Innovation in Funktionalität und Zukunftssicherheit
    SAP Deutschland
  • Multitenant HANA Architektur: Vom operativen Reporting bis Big Data
    Q_PERIOR (Use Case Schweizerische Bundesbahnen SBB)
  • Darstellung historischer Flugdaten mittels SAP UI5 und SAP HANA Cloud Platform
    Q_PERIOR

Bei der Q_PERIOR Veranstaltung berichteten unter anderem Vertreter von Munich Re, Swiss Re und IKB Deutsche Industriebank vom BI-Wandel in ihren Unternehmen. In allen Vorträgen wurde das Spannungsverhältnis deutlich, die Innovationskraft moderner BI-Lösungen zeitnah zu nutzen, ohne dabei die Investitionssicherheit angesichts der dynamischen Entwicklungen auf dem Software-Markt zu gefährden. Schließlich dient das Business Warehouse in vielen Unternehmen nach wie vor als zentrale Reporting-Plattform, in dessen Wartung und Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren massiv investiert wurde. „BI-Investitionen sind noch geschäftskritischer als früher“, sagt Frank Petczelies, Leiter des Bereichs Business Intelligence bei Q_PERIOR. „Damit steigt der Druck auf Unternehmen, diesen Balanceakt zu meistern.“

BI-Vision ist wichtiger Anker

Über den Veranstaltungstag hinweg zeigte sich, dass BI-Innovationen und Projektvorhaben in allen Fällen unternehmensspezifischen BI-Visionen folgen. Diese reichen von „One BI System“ über „Self Service BI“ bis hin zu „Embedded Analytics“. Eine klare BI-Vision ist für Unternehmen mittlerweile essentiell, um Entscheidern Orientierung zu geben und Innovationsvorhaben im Sinne einer klaren BI-Roadmap auf Kurs zu halten.

Im Bereich der BI-Architekturen konnte man dennoch eine gewisse Divergenz zwischen der BI-Vision einer „pure play Architektur“ und den heutigen Software-seitigen Realitäten wahrnehmen. Beispielsweise stehen technische Performance-Werte der Zielsetzung einer vollständigen Datenvirtualisierung oftmals noch entgegen. In nahezu allen Fällen haben die vortragenden Unternehmen mit einer Kombination aus Pilotierung und flexiblen Hybrid-Architekturen darauf reagiert und damit einer Koexistenz von Standardisierung, Harmonisierung und Industrialisierung auf der einen Seite sowie Flexibilität, Offenheit und angemessenem Investitionsschutz auf der anderen Seite den Weg geebnet.

BI-Roadmaps – Referenzarchitekturen und Data as an Asset

Die vorgestellten BI-Roadmaps unterscheiden sich naturgemäß auf der Detailebene. Aber es haben sich auch wichtige branchen- und firmenübergreifende Aspekte gezeigt. Als Beispiel sei hier der durchgängige Einsatz von Referenzarchitekturen und Frameworks genannt, auf deren Basis individuelle Zielarchitekturen definiert wurden. Die hohe Bedeutung einer definierten und implementierten Data Governance – als Oberbegriff für beispielsweise Data Management, Data Quality Management oder Data Life Cycle Management – ist ein weiterer übergreifender Aspekt. Der seit einiger Zeit bekannte und in den Vorträgen auch verwendete Begriff „Data as an Asset“ brachte dieses wichtige Element klar auf den Punkt.

BI-Personal – Vielleicht die größte Herausforderung

Neben der Herausforderung, adäquat auf die zunehmende Dynamik im BI-Umfeld zu reagieren, stellt die Leistungskraft der eigenen Organisation ein zentrales Thema für viele Unternehmen dar. Die fachliche und technische Beherrschung des sich stark verändernden BI-Lösungs- und Werkzeug-Baukastens erfordert Mitarbeiter mit entsprechendem Wissen und operativen Fähigkeiten. Zum Beispiel sollten Teammitglieder in der Lage sein, weitreichende Entscheidungen hinsichtlich der Umsetzung von Anforderungen in BW versus HANA belastbar und in Eigenregie zu treffen. Unternehmen stehen dadurch vor der schwierigen Aufgabe, entweder interne Mitarbeiter zeitnah weiterzuentwickeln oder sich auf den extern geführten „War for Talents“ einlassen, um passende Fachexperten zu gewinnen. Erschwerend kommt hinzu, dass die traditionellen Grenzen zwischen den Fachbereichen und der IT im BI-Umfeld zunehmend verschwimmen. Es entstehen gänzlich neue Rollenmodelle mit höheren Anforderungen.

In Summe lässt sich zusammenfassen, dass den signifikanten und geschäftsstrategischen Chancen durch neue BI-Lösungen einige ernsthafte Herausforderungen entgegenstehen. Die Realisierung der Potenziale ohne Verlust der Investitionssicherheit ist somit Pflicht und Kür zugleich. Die BI- & Analytics-Tagung von Q_PERIOR hat den 70 Teilnehmern zwar kein universelles und sorgenfreies Erfolgsrezept geboten, dafür aber belastbare und erfolgreiche Lösungsansätze aus der Praxis.

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11. April 2017|