IDD: EU schliesst Regulierungslücke zwischen Online- & Offline-Versicherungsvertrieb

Seit einigen Jahren gewinnen digitale Geschäftsmodelle für den Versicherungsvertrieb deutlich an Bedeutung. Bislang haben die bestehenden Regulierungen mit ihrem starken Fokus auf den personenbezogenen Vertrieb diese Entwicklung nicht abgebildet. Mit der abschliessend verhandelten Richtlinie zur Regulierung des Versicherungsvertriebs (IDD – Insurance Distribution Directive) wird sich dies künftig ändern.

Mit dem Abschluss der Trilog-Verhandlungen wurde auf EU-Ebene kürzlich eine politische Einigung zur Neuregelung des Versicherungsvertriebs erzielt. Die Regelungen werden in der Insurance Distribution Directive (IDD) erfasst und sollen ab 2017 umgesetzt werden. Über alle Vertriebskanäle hinweg gilt dann unter anderem die Pflicht zur Beratung von Kunden sowie zur Bereitstellung objektiver Vertragsinformationen vor dem eigentlichen Vertragsabschluss. Mit der zusätzlichen Notwendigkeit der Erfassung weiterer Kundendaten und deren Verarbeitung im Sinne einer bedarfsgerechten Versicherungslösung, wird das bisherige regulatorische Ungleichgewicht zwischen Offline- und Online- Vertrieb aufgehoben. Vor allem Vergleichsportale und Internetmakler, die bislang von vereinfachten Beratungs- und Informationsstandards profitierten, geraten durch IDD enorm unter Druck.

Regulierung und Digitalisierung passt zusammen

Mit den neuen regulatorischen Vorgaben für den Versicherungsvertrieb folgen die EU-Regulierer dem Kundenverhalten hinzu einem kanalübergreifenden Versicherungsvertrieb – schliesslich soll das Kundeninteresse sowohl online als auch offline bestmöglich und professionell bedient und geschützt werden. Die Potenziale der Digitalisierung unterstützen dabei die Erfüllung neuer Vorschriften im Rahmen von IDD. Beispielsweise ist mit dem intelligenten Einsatz von Big-Data-Lösungen eine anlassbezogene Beratungspflicht auf Basis verfügbarer Datenquellen abbildbar. Unterstützt durch ein integriertes CRM-System können Online- und Offline-Kanäle optimal miteinander verknüpft werden. „So kann den Versicherungen beispielsweise durch den Einsatz webbasierter Echtzeit-Kommunikationsmittel für erklärungsbedürftige Versicherungsprodukte der gewinnbringende Brückenschlag zwischen den Vertriebskanälen gelingen“, meint Frank Hammer, Versicherungsexperte bei Q_PERIOR. Wichtige Akquisedaten sind dank moderner IT-Lösungen regelmässig für alle Kundenkontaktpunkte immer an der richtigen Stelle und möglichst aktualisiert verfügbar.

Die Digitale Transformation des Versicherungsvertriebs erhält durch die Regulatorik einen weiteren Schub. Sie hilft bei der effizienten Umsetzung der regulatorischen Anforderungen und verknüpft diese mit der Schaffung neuer Vertriebspotenziale sowie der Steigerung der Kundenzufriedenheit.

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31. Juli 2015|