Insurtechs präsentieren Top-Trends und Innovationen bei der Digital Insurance Agenda 2017

850 Entscheider von über 250 Unternehmen aus rund 40 Ländern trafen sich in Amsterdam zur zweiten Digital Insurance Agenda. Q_PERIOR war in diesem Jahr mit Beratern beim weltweit größten Insurtech-Event vertreten. In spannenden Kurzvorträgen von Start-ups wurden die wichtigsten digitalen Entwicklungen der kommenden Jahre präsentiert.

Zwei Tage lang pitchten über 50 Insurtechs auf der Veranstaltung in 10-minütigen Präsentationen ihre innovativen Ansätze für die Versicherungsbranche. Da der Großteil der vertretenen Start-ups einen hohen Reifegrad erreicht hat und zahlreiche vorgestellte Lösungen bereits bei Versicherungen im Einsatz sind, war das Niveau der Vorträge entsprechend hoch.

Keynote Speeches addressieren Notwendigkeit der Integration von Start-ups

Ein weiteres Highlight der Digital Insurance Agenda waren die Keynote Speeches. Dabei diskutierte Mark Klein (CDO Ergo Group) mit Christopher Longo (COO & CIO AmTrust) und Lee NG (COO Metlife Lumenlab) über die Integration von Start-ups in Versicherungen. Einstimmigkeit herrschte darüber, dass dies mit einer sorgfältigen Selektion bei den Unternehmen einhergehen muss. Des Weiteren hielten sie es für unabdingbar, jungen Teams im politischen Umfeld großer Unternehmen zur Seite zu stehen, aber auch mehr von ihnen zu fordern. Bereits im Auswahlprozess sollte der Druck hoch sein und ein Verständnis für die besonderen und individuellen Bedürfnisse des Unternehmens geschaffen werden, um später eine erfolgreiche Integration zu gewährleisten.

Die Vorträge von Amélie Oudea Castera (CMO & CDO AXA Group) und Egbert van Acht (CEO Business Group Health & Wellness bei Philips) boten ebenfalls spannende Einblicke. Beide hoben die Notwendigkeit für Firmen hervor, ihre Relevanz für den Kunden zu erhöhen. Das Unternehmen Philips beispielsweise richtete die Strategie entsprechend dahingehend aus, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und diese vorbeugend zu behandeln. Bei Axa versucht man etwas Ähnliches: Man möchte nicht nur an dem einzigen Touchpoint einer Versicherungspolice, dem Schadenereignis, sondern im gesamten Leben des Versicherten an Relevanz gewinnen. Das beginnt damit, dem Kunden an den wenigen Touchpoints, die er hat, eine bessere Erfahrung zu bieten. Ein möglicher Ansatzpunkt für Axa war beispielsweise eine Police für alle Risiken, mit nur wenigen leicht überschaubaren Ausschlüssen, für jeden leicht verständlich, ohne böse Überraschungen im Schadenfall und zusätzlichen Assistance-Leistungen zu entwickeln.

Innovationen werden zu Must-haves in der Versicherungsbranche

Ob Keynote Speeches oder Pitches der Insurtechs – eine Kernbotschaft hatten alle Vorträge gemein: Die Innovationen der Insurtechs finden immer schneller Einzug in die Versicherungsunternehmen. Galt noch vor kurzem die Interaktion des Kunden mit Chatbots als revolutionär, gehörten sie dieses Jahr zu jeder guten Lösung dazu. Des Weiteren waren auffällig viele Start-ups vor Ort, die den Abschluss einer Versicherung in unter 60 Sekunden zeigten, inklusive Identifikation via Smartphone und Auswahl der Zahlungsdetails, also die tatsächliche Neuanlage des Kunden. Möglich machen das vor allem Fortschritte in der Bilderkennung. Die Bilderkennung wurde aber nicht nur zum Auslesen der Daten auf Personalausweisen oder der Erkennung von Vertragsdaten oder Gesichtern genutzt. Viele Versicherer setzen diese inzwischen auch bei der Schadenaufnahme ein zum Beispiel zur Bewertung von Schäden, Betrugserkennung oder dem Erkennen von Objekten.

Auch die Auswertung von Daten, die über Wearables oder Smartphones erfasst werden oder bereits im Versicherungsunternehmen vorhanden sind, erfreuten sich bei den Teilnehmern der Digital Insurance Agenda großer Beliebtheit. Sei es zur Modellierung von Absatzzahlen beim Erhöhen von Budgets oder Vertriebsmaßnahmen, zur Entwicklung von Ansprachekonzepten, Incentivierung guter Risiken oder der Entwicklung neuer (On-Demand) Produkte.

„Stellt man die Lösungen der Start-ups den Prozessen in Versicherungsunternehmen gegenüber, fällt auf, dass vor allem in den klassischen Bereichen Produktentwicklung/ -management, Vertrieb, Marketing/ CRM, Schaden-/ Leistungsmanagement und der Schnittstelle zum Kunden gravierende Veränderungen bevorstehen“, erklärt Walter Kuhlmann, Versicherungsexperte und Partner bei Q_PERIOR abschließend. „Als Beratungsunternehmen unterstützen wir unsere Kunden, die Chancen, die sich durch die Veränderungen ergeben, bestmöglich zu nutzen.“

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19. Juni 2017|