Internet der Dinge: Wie sich Unternehmen für das digitale Geschäft aufstellen

Das Internet of Things (IoT) gilt als Hoffnungsträger vieler Branchen. Welche Unternehmen in der Praxis heute schon profitieren und welche neuen Geschäftsmodelle sich dadurch eröffnen, diskutierte der hochkarätig besetzte Presse-Roundtable „IT-meets-Press“ gerade in München. Q_PERIOR CEO Karsten Höppner schilderte als Diskussionsteilnehmer die aktuelle Lage der deutschen Finanzunternehmen im Hinblick auf die Digitale Transformation. Unterstützt wurde er dabei von Johannes Plenio von der Munich RE, der konkrete Beispiele aus der Praxis beisteuerte.

Die Teilnehmer des Presse-Roundtables, darunter führende Vertreter von Accenture oder Forrester Research, waren sich grundsätzlich einig, dass das Internet der Dinge und Industrie 4.0 nachhaltig die Geschäftswelt verändern werden. Kontrovers diskutiert wurde hingegen, welche Organisationseinheit innerhalb der Unternehmen den Wandel vorantreibt. Hier zeichnet sich von Branche zu Branche ein unterschiedliches Bild ab

Sitzt die IT am Hebel der Digitalisierung?

Während in vielen Unternehmen IT-Abteilungen einen grossen Teil ihrer Zeit für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs aufwenden und Innovationsthemen ressourcenbedingt vernachlässigen, spielen die IT-Abteilungen bei Banken und Versicherungen eine zentrale Rolle als Technologie- und Innovationstreiber. Basierend auf langjähriger Projekterfahrung berichtet Karsten Höppner: „In unserem Kundenkreis, bei den Finanzunternehmen, treibt die IT die Innovationen. Mit Themen wie Big Data liefert sie entscheidende Impulse für die Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche.“

Google weiss, was Versicherer und Banken nicht wissen

Obwohl sich sowohl IT- als auch Fachabteilungen bei Banken und Versicherungen seit Jahren mit der fortschreitenden Digitalisierung auseinandersetzen, stellen Internet-Player wie Google, Paypal oder zahlreiche Vergleichsportale eine grosse Gefahr für deren Kerngeschäft dar. Gerade der Zugang, das Sammeln und Auswerten von Kundendaten bietet Google und Co. einen klaren Wettbewerbsvorteil. Dennoch sieht Höppner kurzfristig keine existenziellen Gefahren, da die Branche noch gut von langfristigen Verträgen lebe. Auch die von anderen Teilnehmern vorgebrachte Kritik an zögerlichen Managern teilte er nicht: „Die Vorstände sind sich der aktuellen Risiken bewusst, und sie investieren entsprechend in Technologien, um neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.“

Bekräftigt wurde Höppners Einschätzung von Johannes Plenio von der Munich RE, der aus der Praxis berichtete, wie sich die eher konservative Finanz- und Versicherungsbranche auf zukünftige Szenarien besser einstellen und agiler werden kann. Im Rahmen einer Big-Data-Initiative bildete sich bei der Munich RE zum Beispiel ein Innovationsteam, das aus 200 Ideen fünf auswählte und binnen eines halben Jahres umsetzte. Eine davon war ein Early-Loss-Detection-System, das selbsttätig das Internet nach weltweiten Schadensfällen durchforstet. Das neue System ermöglicht dem Rückversicherer nun, automatisiert, schnell und flächendeckend Schadensinformationen aus externen Quellen zu sammeln. Auf dieser Basis kann die Munich RE seinen Kunden auch diverse zusätzliche Informationsdienste anbieten.

Dieses und weitere Beispiele verdeutlichen, dass das Internet der Dinge und die Digitale Transformation für Unternehmen, neben Gefahren auch zahlreiche Chancen bergen.

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5. Oktober 2015|