Zwei von drei Versicherern stecken bei internen Prozessen in der Kostenfalle

MÜNCHEN, 02. Juli 2013 – Die große Mehrheit der deutschen Versicherungen droht im hart umkämpften Neukundengeschäft den Anschluss zu verlieren. Der Grund: Nur knapp ein Drittel der Assekuranzen kann sich für eine bessere interne Abwicklung auf lückenlos dokumentierte Prozessmodelle verlassen. Zudem fehlt häufig die notwendige IT-Unterstützung, um durch eine effiziente Prozess-Überwachung zusätzliche Kostenvorteile zu realisieren und gleichzeitig für eine hohe Servicequalität zu sorgen. Das zeigen Marktbeobachtungen der Unternehmensberatung Q_PERIOR.

„Im streng regulierten Versicherungsmarkt überzeugen die Anbieter heute fast ausschließlich durch günstige Preise und hohe Servicestandards“, sagt Christian Gastmaier, Controlling-Experte bei Q_PERIOR. „Das gilt insbesondere für den steigenden Wettbewerbsdruck durch Direktversicherer, die ihre Prozesse von vornherein auf das Internet als maßgeblichen Kommunikationskanal abgestimmt haben. Bei leicht vergleichbaren Standardprodukten wie der KFZ-Versicherung gewinnt zunehmend derjenige Anbieter, der durch schlanke Strukturen den besten Preis garantiert.“

Darüber hinaus erschweren unvollständig erfasste Prozesse eine systematische Analyse im Sinne definierter Unternehmensziele. „Kürzere Wartezeiten für eine telefonische Schadenmeldung lassen sich beispielsweise nur realisieren, wenn ein stringenter Prozessplan alle möglichen Stellschrauben offenlegt. Passende IT-Unterstützung erlaubt zudem, Kennzahlen automatisch aus dem Prozessplan heraus zu erfassen und für weitere Optimierungen zu nutzen. Der zu erzielende Effizienzvorteil beläuft sich auf bis zu 20 Prozent selbst bei Standardprozessen“, so Christian Gastmaier.

In der Praxis ergeben sich darüber hinaus Synergieeffekte, wenn es darum geht, steigenden Anforderungen durch weitere regulatorische Eingriffe zu genügen. So soll die Versicherungsbranche beispielsweise regelmäßig Marktwertbilanzen erstellen und nach den ursprünglichen EU-Plänen bereits ab kommendem Jahr über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen (ORSA) berichten sowie interne Kontrollen zur Prozessmessung etablieren. Die Vorteile eines elektronischen Prozess-Controllings liegen dabei auf der Hand: Erforderliche Reportings stehen auf Knopfdruck zur Verfügung.

Unter Druck stehen jedoch Versicherer, die noch keine ausreichend flexiblen IT-Systeme im Einsatz haben, um kurzfristig neue Regelwerke zu implementieren. Dazu Christian Gastmaier: „Unserer Erfahrung nach nimmt die Entwicklung eines ausgereiften Prozess-Controllings bis zu zwei Jahre in Anspruch. Das Zeitfenster für eine rechtzeitige Umsetzung vor der nächsten Regulierungswelle wird immer enger.“

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2. Juli 2013|