Success Story: Scaled Agile Framework (SAFe)

WIE DER WERTSTROM PROJEKTE IN EINER AGILEN ORGANISATION ERSETZT

Die Swisscom ist das führende Telekommunikationsunternehmen in der Schweiz. Innerhalb des Bereichs Enterprise Customers bei der Swisscom verantwortet das Team Online Interaction Management das Online-Erlebnis der Großkunden. Aktuelles Ziel ist es, die verschiedenen Kommunikationskanäle zu optimieren, um den Kunden weg vom traditionellen Support über Hotline oder Mail hin zu webbasierten Self-Service-Portalen zu führen. Dazu sollen die verschiedenen Web-Portale stetig verbessert und ausgebaut werden.

Da einige Bereiche der Swisscom bereits positive Erfahrungen mit agilen Vorgehen gesammelt haben, wurde beschlossen, statt fünf separater agiler Projekte, eine Agile Organisation zu schaffen. Deren Ziel ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Portale und die Verbesserung der User Experience ohne die Start-/Stop-Verzögerungen und den Ressourcen-Overhead paralleler Projekte. Für die Durchführung dieser Transition und das anschließende Coaching wurden agile Experten der Beratung Q_PERIOR hinzugezogen. Im Gegensatz zum Projektansatz stehen bei der Agilen Organisation weniger die Anforderungen im Mittelpunkt, sondern vielmehr das Team bzw. die Organisation, welche diese umsetzt. Anforderungen bekommen keine einzelnen Ressourcen zugeteilt. Stattdessen werden stabile, cross-funktionale Teams gebildet und budgetiert, die die gesamte Wertschöpfungskette eines Produkts (z.B. Portal) abbilden können. Diesen Teams werden stetig neue Anforderungen übertragen und dort umgesetzt. Es entsteht ein kontinuierlicher Wertstrom.

Parallele Projekte und Agile Organisation gegenübergestellt

Basierend auf dem Scaled Agile Framework (SAFe) wurde in ersten Workshops das Modell für die zukünftige Zusammenarbeit ausgearbeitet und an die Swisscom Bedürfnisse angepasst. Das Ergebnis war eine agile Landkarte mit initial drei Teams, welche parallel und in synchronisierten Iterationen nach SCRUM-Prinzipien arbeiten. Den Teams übergeordnet ist das Program Board. Es handelt sich dabei um eine Instanz, die den Trichter für alle Anforderungen an die Organisation bildet. In diesem Board sitzen unter anderem die Product Owner der einzelnen Teams, welche gemeinsam mit dem Product Manager neue Themen priorisieren und in ihre Teams tragen. Außerhalb der Organisation wacht ein Steering Board über die Erreichung der Ziele und stellt das Budget zur Verfügung.

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Erfolgsfaktoren für die Einführung einer Agilen Organisation

Um einen solchen organisatorischen Wandel herbeizuführen, bedarf es einiger wesentlicher Punkte:

  • Das Management und die Teamleiter der Linie schenken der neuen Struktur unbedingtes Vertrauen und Zustimmung

  • Teil der Organisation sind nur Personen, welche mind. zu 50% zur Verfügung stehen, mit dem klaren Ziel, diese vollständig zu integrieren
  • Alle Organisations-Mitglieder sind informiert. Dazu werden Workshops in unterschiedlicher Granularität von Management bis Teamebene durchgeführt

  • Die Workshops haben direkten Praxisbezug, die Übungen verwenden reale Beispiele
  • Eine Ramp-up-Phase ist einkalkuliert, die den Teams erlaubt, sich zu finden und die neue Methodik und das neue Mindset zu verinnerlichen
  • Nach der Transition wird die Organisation durch einen Coach weiter betreut, bis sich die Prozesse und Denkweisen eingespielt haben

Den Herzschlag der Organisation stellen neben den Iterationen der Teams die sogenannten Program Increments (PIs) dar. Diese umfassen genau vier Iterationen und bilden die teamübergreifende Planungsebene. Im PI Planning kommen dazu ALLE Mitglieder der agilen Organisation physisch für einen Tag zusammen und planen gemeinsam den Inhalt des kommenden PIs.

Dieses Meeting stellt die Grundlage der gemeinsamen Arbeit dar und ist für jedes Teammitglied eine besondere Erfahrung“, erklärt Andreas Paul, Senior Consultant im Bereich Projekt- und Implementierungsmanagement. „Oft stehen sich hier Kollegen nach Jahren der Zusammenarbeit ein erstes Mal persönlich gegenüber.“

Am Ende des Tages dürfen alle Teilnehmer ihre Zuversicht zur Erreichung der geplanten Ziele äußern. Ist diese im ausreichenden Maße vorhanden, kann mit der Arbeit an den PI Inhalten begonnen werden. In 8 Wochen beginnt der Zyklus dann von neuem.

Das erste PI Planning haben wir am 12.04.2017 erfolgreich mit über 30 Teilnehmern durchgeführt. Hier ein paar Impressionen:

Damit ist die erste Phase der Transformation abgeschlossen. Die nächste Phase umfasst das inhaltliche Coaching der Projektbeteiligten und die kontinuierliche Verbesserung der agilen Methodik. Dazu begleiten Q_PERIOR Berater die Teams bei der praktischen Umsetzung ihres theoretischen Wissens, sodass diese in der Lage sind, selbstständig nach SAFe zu arbeiten. Für die Zukunft ist geplant, noch weitere Teams an die agile Organisation anzuschließen.

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Q_PERIOR – Ihr Ansprechpartner rund um das Thema Agilität

Sie haben in Ihrem Unternehmen bereits erste agile Projekte umgesetzt und wollen Ihre Organisation übergreifend agiler aufstellen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Q_PERIOR begleitet branchenübergreifend Unternehmen auf Ihrem Weg zur Agilität – Von Assessment-Workshops in der Fachabteilung bis zur vollständigen Transformation einer Organisation hin zum agilen Wertstrom. Wir freuen uns auf Ihre Herausforderung.

29. August 2017|