Mobilitätsangebot E-Scooter: Individueller, flexibler, grüner

Mobilitätsangebot E-Scooter: Individueller, flexibler, grüner

Seit wenigen Tagen sind E-Scooter nun auch in Deutschland erlaubt und verändern das Bild des urbanen Verkehrs nachhaltig. Durch die „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“, welche am 15. Juni 2019 in Kraft getreten ist, können nun auch Einwohner in Deutschland das neue Shared-Mobility-Angebot in Anspruch nehmen. Unsere Nachbarn, unter anderem in Spanien, Frankreich und Belgien können dieses bereits seit einiger Zeit nutzen.

Der Erfolg des neuen Angebots ist für unsere Travel, Transport & Logistics Experten keine Überraschung. Denn die Charakteristika zahlen exakt auf diverse gesellschaftliche Trends im Kundenverhalten ein. Nutzer des neuen Service können diesen zeitlich ungebunden in Anspruch nehmen und sind damit flexibler (Trend 1: Flexibilitätsanspruch), des Weiteren können sie von A nach B kommen, ohne an ÖPNV-Netze gebunden zu sein (Trend 2: Individualisierungsanspruch) und das ganze grüner als mit anderen Transportmitteln (Trend 3: Umweltbewusstsein).

Megatrends als Macher des Erfolgs für neue Mobilitätsangebote

Abgesehen von den gesellschaftlichen Megatrends ist das Angebot darüber hinaus perfekt auf die Veränderungen im Mobilitätsmarkt angepasst, welche sich zum Teil auch in anderen Branchen beobachten lassen. Hierzu zählen unter anderem die Themen Mobilty-as-a-Service, Pay-per-Use und Nutzen-statt-besitzen (Shared Economy). All diese Trends, ob gesellschaftlicher oder branchenspezifischer Natur, resultieren direkt oder indirekt in der Nachfrage nach Mobilitätsangeboten hinsichtlich der „letzten Meile“ im intermodalen Personentransport. Genau diese Nachfragen decken die E-Scooter Anbieter ab.

E-Scooter bieten Nutzern die Möglichkeit, flexibler von A nach B zu kommen, als das mit einer Nutzung des PKWs oder des ÖPNV möglich wäre.

Was können etablierte Mobilitätsanbieter davon lernen?

Es reicht nicht immer aus, in den Dingen, die man tut, besser zu werden. So bedarf es für nachhaltigen Unternehmenserfolg auch das Einschlagen innovativer Wege. Betrachtet man die vier größten E-Scooter-Anbieter in Europa, so handelt es sich dabei um eigenständige Unternehmen und nicht um Start-ups oder Spin-offs bestehender Mobilitätsanbieter. Dieser Zustand ist verwunderlich, denn eigentlich sollten doch bestehende Anbieter ihre Kunden und Märkte besser kennen. Außerdem besitzen sie, im Gegensatz zu großen Anbietern unter anderem aus Übersee, eine grundlegende Infrastruktur in den Heimatmärkten.

Daher stellt sich die Frage, ob Innovation in Europa nicht schnell genug vorangetrieben wird und Kundenbedürfnisse nicht zeitnah erkannt werden.

Jedoch muss das Rad nicht immer neu erfunden werden, denn beim E-Scooter-Angebot wurde das bereits bekannte Sharing-Konzept relativ simpel auf ein anderes Transportmittel angewendet. Hinsichtlich des deutschen Marktes könnte man davon ausgehen, dass die unsichere Rechtslage ein Hemmnis war und man daher das Risiko vermieden hat. Nichtdestotrotz sollten die klassischen Mobilitätsanbieter das neue Angebot als Chance sehen, obgleich der First-Mover-Vorteile der E-Scooter-Anbieter, die bereits auf dem Markt sind. Denn Kunden wünschen sich alles aus einer Hand – so auch bei der Mobilität. Die intermodale Reisekette kann durch die sogenannte letzte Meile vervollständigt werden. Etablierte Anbieter wie beispielsweise Bahnen können auf diese Weise ihr Angebot durch Kooperationen mit E-Scooter-Anbietern horizontal erweitern. Dabei können sie ihre Verhandlungsmacht aufgrund bestehender und loyaler Kunden, vor- oder nachgelagerter Reisemodule sowie eigener Buchungsplattformen nutzen. Durch diese Integration lassen sich wiederum Wettbewerbsvorteile erarbeiten.

Welches weitere Geschäftspotenzial steckt im neuen Angebot?

Das Angebot der E-Scooter liefert Potenzial für zu integrierende Geschäftsmodelle und daher für weiteres Geschäfts- und Wachstumspotenzial. Vorstellbar sind hierbei klassischerweise daten- oder ortungsbasierte Geschäftsmodelle. Darüber hinaus sind auch die Optionen Vermarktungskanal, Loyalitätsprogramm und weitere Services als interessant zu betrachten. Beispielsweise könnten dem Nutzer standortbezogene Angebote auf dem Endgerät ausgespielt werden (gegebenenfalls sogar auf dem integrierten Display des Scooters). Der große Vorteil bei E-Scootern ist hierbei, dass diese fast überall abgestellt werden können und das Angebot somit bei Wunsch auch ad hoc wahrgenommen werden kann.

Unsere Expertise zum Thema Mobilität

In unserer Kernbranche Travel, Transport & Logistics befassen wir uns unter anderem mit den Themen „Customer Centricity und Business Development“ sowie „Intelligente und vernetzte Mobilität“. Durch die Vernetzung der Fachexpertise aus beiden Bereichen, sind wir der passende Partner für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor. Der Erfolgsanspruch, den Endkundenbedarf durch Innovations- und Kundenfokussierungsmethoden zu erfüllen, steht dabei stets im Fokus. Darüber hinaus unterstützen wir auch gerne mit unserer Fachexpertise im Bereich digitales Produktmanagement und Customer Experience Management.

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