Traditionelle Abrechnungssoftware steht vor großen Herausforderungen

Traditionelle Abrechnungssoftware steht vor großen Herausforderungen

Branchenübergreifende Trends stellen die Welt klassischer Abrechnungssoftwares auf den Kopf. Künftig werden Systeme von Nöten sein, mit denen Unternehmen flexibel auf unterschiedlichste Abrechnungsszenarien reagieren können. Die Kunden stehen dabei immer mehr im Mittelpunkt und erwarten individuelle und personalisierte Angebote.

Die SAP liefert mit SAP BRIM ein System, welches sich durch kontinuierliche Weiterentwicklung und seinen modularen Aufbau bestens eignet, um Unternehmen bei diesem Wandel zu begleiten. Neben SAP BRIM bietet die SAP mit SAP Subscription Billing (ehemals SAP Hybris Revenue Cloud) eine Cloud Lösung, die eine vollwertige Alternative zur On-Premise Variante darstellt. SAP Subscription Billing ist Teil der SAP Sales Cloud, welche wiederum zum C/4 HANA Portfolio gehört.

Um welche Herausforderungen geht es ganz konkret? Und welche Antworten liefern die Lösungen der SAP?

Klassische Abrechnungssysteme werden primär durch drei technische und gesellschaftliche Trends vor große Herausforderungen gestellt:

Die beschriebenen Veränderungen erfordern neue Preisfindungsmechanismen und Abrechnungsmodelle in allen Bereichen. Zwar wird SAP BRIM klassischerweise vor allem bei Versorgern und Telekommunikationsunternehmen eingesetzt, da sich die leistungsstarke Software hervorragend für Massenprozesse mit hohen Volumina eignet. Jedoch werden auch andere Branchen über neue Abrechnungsmodelle und Preisfindungen nachdenken müssen, wenn sie im Wettbewerb bestehen und ihre Kunden langfristig binden wollen.

Die SAP hat mit SAP BRIM und seinem Cloudäquivalent SAP Subscription Billing zwei Lösungen im Portfolio, die sich bestens eigenen, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Doch wie sind die beiden Lösungen aufgebaut? Und für welche Unternehmen sind die Lösungen geeignet?

Die Kernkomponenten des modular aufgebauten SAP BRIM sind:

  • SAP Customer Relationship Management (SAP CRM)
  • SAP Convergent Mediation by DigitalRoute
  • SAP Convergent Charging (SAP CC)
  • SAP ERP Business Suite oder SAP S/4HANA mit Vertragskontokorrent
  • SAP FI-CA und darin enthaltenes Convergent Invoicing (SAP CI)

Da der Bedarf an Abrechnungssystemen sehr unternehmensspezifisch ist, ermöglicht es der modulare Aufbau von SAP BRIM einen bedarfsgerechten Rollout durchzuführen. So benötigen beispielsweise nicht alle Unternehmen SAP Convergent Charging für die Ermittlung von Partnerverträgen und die Bewertung von Dienstleistungen. Die große Stärke von SAP BRIM liegt insgesamt in der Abbildung nutzungsbasierter oder wiederkehrender Preismodelle in Echtzeit.

Erweiterung des Lösungsportfolios in der Cloud

Mit SAP Subscription Billing werden ausgewählte Funktionen von SAP BRIM in die Cloud verlagert. Davon betroffen sind vor allem Teile des SAP Convergent Charging, wie auch Teile von SAP CRM.

SAP Subscription Billing umfasst primär drei Funktionsbereiche:

  • Abonnementauftragserfassung (Subscription Order Capture)
  • Abonnementauftragsverwaltung (Subscription Order Management)
  • Abonnementabrechnung (Subscription Billing)

Insgesamt kann so der komplette „Offer to Cash“-Prozess von der Produktkonfiguration bis hin zur Angebotserstellung abgebildet werden. Dennoch gibt es einige Einschränkungen, wie zum Beispiel die Partnerabrechnung, welche nicht mehr Teil der Lösung ist. Ob sich eine reine Cloud-Lösung bewährt oder doch die On-Premise-Version besser geeignet ist, hängt stark von der Komplexität der Produkte und/ oder Dienstleistungen ab. Denkbar sind auch hybride Modelle, welche die Vorteile beider Systeme vereinen.

Fazit

Mit SAP BRIM können Unternehmen schnell und flexibel auf zukünftige Herausforderungen reagieren. Einer der größten Vorteile der On-Premise-Version liegt in der hohen Anpassungsfähigkeit an kundenspezifische Anforderungen. Darüber hinaus gehören sogenannte „Mass Runs“ und die Preisfindung komplexer Preismodelle in Echtzeit zu den Stärken.

Die Vorzüge der Cloud-Lösung sind ebenfalls klar: Kosteneinsparung und einfache Skalierbarkeit gegenüber der On-Premise-Version sind nicht von der Hand zu weisen. Für Unternehmen mit eher einfachen Produkten bzw. Preismodellen, kann die Cloud-Lösung somit durchaus eine sinnvolle Alternative darstellen. Ob eines der beiden Systeme oder eine Hybridlösung den entscheidenden Vorteil bringt, muss im Einzelfall entschieden werden. Klar ist jedoch, dass neue disruptive Technologien wie IoT viele Geschäftsbereiche traditioneller Branchen grundlegend verändern werden. Die damit einhergehende Anpassung der zugehörigen Abrechnungssysteme sollte deshalb frühzeitig in Betracht gezogen werden.

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