Fokusthema: Finance & Reporting

FÜNF FEHLER, DIE BANKEN BEI DER IMPLEMENTIERUNG EINER IFRA UNBEDINGT VERMEIDEN SOLLTEN

Viele Banken arbeiten derzeit darauf hin, einen zentralen Datenbestand zu etablieren und damit die Grundlage für eine integrierte Finanz- und Risikoarchitektur zu schaffen. Unsere Beobachtungen und Projekte zeigen uns jedoch, dass viele immer wieder Gefahr laufen, die gleichen Fehler zu machen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Vielfach sind die von der Aufsicht vorgegebenen Umsetzungsfristen sehr ambitioniert beziehungsweise nicht ausreichend, um die IT-Architektur umfassend zu modernisieren. Dementsprechend werden die notwendigen Investitionen zur Umsetzung der regulatorischen Anforderungen oft knapp bemessen.

Auf Basis unserer Beobachtungen lassen sich bei der Implementierung einer integrierten Finanz- und Risikoarchitektur die folgenden fünf wesentlichen Fehler zusammenfassen:

  • Fokussierung allein auf die Erfüllung regulatorischer Anforderungen
    In den letzten Jahren häufen sich die regulatorischen Anforderungen, die Frequenz der Neuerungen steigt zunehmend und die Umsetzungsfristen sind teils sehr kurz, wenn man bedenkt, dass die Implementierung einer integrierten Finanz- und Risikoarchitektur bis zu zehn Jahre dauern kann. In Zeiten anhaltend niedriger Zinsen stehen Banken mehr denn je vor der Herausforderung, das Geschäftsmodell zu überdenken und nachhaltig an der Cost-Income-Ratio zu arbeiten. Der Personalabbau ist hier nicht immer die einzige Lösung. Vielfach fokussieren sich die Banken derzeit jedoch auf die Umsetzung der zahlreichen regulatorischen Anforderungen – das Ziel der Schaffung einer integrierten Finanz- und Risikoarchitektur und damit die Effizienzsteigerung rücken dabei teilweise in den Hintergrund.
  • Strikte Trennung zwischen IT, Prozesse und Daten
    Die Abhängigkeiten zwischen der IT-Infrastruktur und den IT-Systemen mit den Geschäftsprozessen und Daten werden in den meisten Projekten nicht berücksichtigt. Vielfach drängt sich der Eindruck auf, als würden in den Projekten drei Komponenten parallel und losgelöst voneinander behandelt, um die regulatorischen Anforderungen umzusetzen. Das führt schließlich zu einer geringen Akzeptanz der technischen Neuerungen und Veränderungen. Die IT-Systeme unterstützen die Geschäftsprozesse und die Aggregation der Daten für unterschiedliche Disziplinen nicht ausreichend, was letztlich zu neuen manuellen Aktivitäten führt, um die Schwächen auszugleichen. Schlussendlich resultiert das wiederum in erheblichen Fehlinvestitionen, da die Vorteile einer integrierten Finanz- und Risikoarchitektur trotz millionenschwerer Investitionen nicht realisiert werden.

  • Kein strukturiertes nachhaltiges Datenmanagement
    Zwar arbeiten zahlreiche Banken am Aufbau eines zentralen Datenhaushalts, jedoch wird in vielen Fällen vergessen, die flankierenden Prozesse zu etablieren. Weiterhin werden im Datenhaushalt ausschließlich Daten strukturiert abgelegt, die für die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen erforderlich sind. Das hat zur Folge, dass die Qualität der Daten nicht nachhaltig gesichert ist, Prozesseffizienzen nicht gehoben werden können und der Nutzen eines zentralen Datenbestandes äußerst limitiert ist. Gleichzeitig werden die Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien (z. B. Predictive Analytics) erschwert.
  • Unterschätzung des Kulturwandels
    In Zeiten zunehmender Digitalisierung von Geschäftsprozessen werden neue Arbeitsmethoden immer wichtiger. Das bedeutet aber eine Verlagerung des erforderlichen Know-hows in den Banken – Wissen, sowohl zur Fachlichkeit der Bankprodukte und -dienstleistungen sowie zu regulatorischen Anforderungen als auch zu technischen Abläufen und der Funktionsweise der IT-Systeme, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hierzu ist ein Kulturwandel in den Banken erforderlich und die Barrieren zwischen Fachlichkeit und IT müssen aufgelöst werden. Weiterhin bekommen Daten beziehungsweise Informationen zunehmend einen wirtschaftlichen Wert – insbesondere für Banken. Daten werden quasi zum „neuen Asset“, aus dem das maximale rauszuholen ist; der notwendige technologische Fortschritt ist bereits vollzogen.
  • Fehlende Investitionen in die Digitalisierung
    Nur wenige Banken investieren gezielt in die Digitalisierung – das ist jedoch mehr denn je geboten. Die Frequenz der regulatorischen Veränderungen nimmt derzeit leicht ab, umso wichtiger ist es, dass die Banken das Momentum nutzen, um sich auf die Zukunft vorzubereiten. Beispielsweise hilft eine Prozessautomatisierung auch bei der Erfüllung der regulatorischen Anforderungen – eine integrierte Finanz- und Risikoarchitektur bietet nicht zuletzt auch die notwendige Flexibilität, schnell auf neue Anforderungen reagieren zu können.

Die Folgen dieser fünf Aspekte sind gravierend:

  • Abnehmende Aufmerksamkeit für das Thema beim Vorstand und sinkende Investitionsbereitschaft; die Budgets müssen immer wieder neu verargumentiert werden

  • Steigende Ineffizienzen und anhaltender Druck auf die Cost-Income-Ratio für die Bank; Abhängigkeit von Kopfmonopolen durch Nutzung veralteter Technologie bleibt bestehen; heterogene IT-Systemlandschaft kombiniert mit hohem Kostenblock für den IT-Betrieb
  • Verfehlung der strategischen Ziele
  • Fehlinvestitionen, da ursprünglich geplante Initiativen nicht bis zum Ende durchgehalten werden
  • Mangelnde Akzeptanz der Veränderungen, sinkende Wettbewerbsfähigkeit und veraltete Strukturen (sowohl organisatorisch und prozessual als auch technisch)
  • Regulatorische Anforderungen (vielfach als Mindestziel definiert) werden trotz umfassender Investitionen nicht erfüllt

Q_PERIOR empfiehlt folgenden Lösungsweg:

  • Hinterfragen Sie ihr Projektportfolio kritisch und heben Sie Synergiepotenziale – beispielsweise durch Bündeln ähnlich gelagerter Themen bei gleichzeitiger Erfüllung regulatorischer Anforderungen
  • Definieren Sie für jedes Projekt einen eindeutigen Nutzen

  • Ziehen Sie Mehrwert aus der Implementierung eines nachhaltigen Datenmanagements und nutzen Sie moderne Technologien und Methoden

  • Verknüpfen Sie die Teildisziplinen Risikomanagement und Finanzen mit Ihrem Vertrieb und Ihrer Produktentwicklung
  • Etablieren Sie eine Prozesskostenrechnung
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15. Mai 2018|