On Demand Car Functions

Fokusthema: Innovative Geschäftsmodelle

On Demand Car Functions: Wird das Auto ebenfalls zum All-in-One-Device?

Die Veränderung des automobilen Ökosystems hat, eingeläutet durch die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung, bereits begonnen und wird ihren Siegeszug weiter fortsetzen. Eine Analogie zur Mobilfunkbranche ist hierbei nicht von der Hand zu weisen: Ausgelöst durch die disruptive Innovation „Smartphone“ durchlief das Mobiltelefon einen radikalen Wandel, ein völlig neues Ökosystem aus App-Entwicklern, App Stores und Endgeräten entstand. Standen für den Nutzer ursprünglich noch Eigenschaften wie eine geringe Größe des Geräts oder eine lange Akkulaufzeit im Vordergrund, wurden in kürzester Zeit Charakteristika wie Usability und Vernetzung wichtig. Damit einhergehend veränderte sich auch das Nutzerverhalten drastisch. Anstatt das Mobiltelefon nur zum Telefonieren und SMS schreiben zu verwenden, kam es bevorzugt als „All-in-One-Device“ – zur Nutzung des Internets oder von Apps und Spielen – zum Einsatz. Branchengrößen wie Nokia haben diesen Trend „verschlafen“ und sind heute nur noch eine Randerscheinung am Markt. Ein ähnliches Schicksal könnte auch großen, etablierten Automobilherstellern drohen, sollten sie die innovativen Entwicklungen verpassen. Um das zu verhindern, müssen bereits heute die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt werden.

Die Automobilbranche im Wandel

Der radikale Umbruch in der Mobilität zur Jahrhundertwende (1900) war die Geburtsstunde der Automobilindustrie wie wir sie heute kennen. Auch hier verschwand innerhalb einer Dekade das bis dorthin dominierende Fortbewegungsmittel – die Kutsche. Auch damals glaubte der Großteil der Bevölkerung nicht an einen derartigen Umbruch und wurden dennoch eines Besseren belehrt.

Angetrieben durch die Digitalisierung und die daraus resultierenden disruptiven Veränderungen in der Automobilbranche, wird sich das Bild auf unseren Straßen in naher Zukunft erneut radikal verändern. Die großen Akteure der Automobilbranche müssen sich diesen Umstand bewusst machen und auf die Veränderungen von außen reagieren. Andernfalls droht ihnen das gleiche Schicksal wie den einstmals führenden Firmen der Mobiltelefonbranche.

Das Auto der Zukunft: Smartphone auf vier Rädern oder All-in-One-Device?

Trotz vieler Unterschiede zwischen Auto und Mobiltelefon hinsichtlich Anschaffungspreis, Betriebskosten, Entwicklungs- und Lebensdauer oder den einzelnen Bestandteilen (Elektronik/ Mechanik), gibt es auch entscheidende Parallelen (siehe Darstellung „Gegenüberstellung von Mobiltelefon und Auto“). Auch beim Fahrzeug wird sich das Nutzerverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Neben der reinen Beförderung von A nach B wird das Fahrzeug im Alltag der Menschen in Zukunft ebenfalls Aufgaben als „All-in-One-Device“ erfüllen müssen. Dazu gehören unter anderem digitale Funktionen wie das Bezahlen mit dem Auto, Hilfe bei der Parkplatzsuche oder Office-Funktionalitäten. Wie bereits beim Mobiltelefon geschehen, werden sich somit auch beim Auto die Kosten vom Einmalkauf hin zu kontinuierlichen, vornehmlich digitalen Zusatzkosten verschieben.

Die Möglichkeiten des Fahrzeugs gehen dabei jedoch weit über die eines Mobiltelefons hinaus. Beim Smartphone ist die Schnittstelle zum Menschen meist auf das Display, die Kamera sowie eine Sprachsteuerung beschränkt. Das Auto der Zukunft hingegen macht es möglich, den gesamten dreidimensionalen Lebensraum des Fahrzeugs (d.h. den Fahrzeuginnenraum) als Interaktionsschnittstelle zu nutzen, wodurch das Auto zu deutlich mehr als nur einem Smartphone auf Rädern wird. Folglich wird das Fahrzeuginterieur, in Kombination mit neuen digitalen Funktionen, für die Insassen zum entscheidenden Differenzierungsfaktor.

Die neuen Möglichkeiten nutzen: On Demand Car Functions im automobilen Ökosystem

Die voranschreitenden Entwicklungen im Bereich des hochautomatisierten Fahrens werden zudem dafür sorgen, dass den Reisenden immer mehr freie Zeit („New Usable Time“) im Fahrzeug zur Verfügung stehen wird. Diese hinzugewonnene Zeit will entsprechend der einzelnen Kundenbedürfnisse sinnvoll genutzt werden. On Demand Car Functions (ODCF) stellen eine Möglichkeit dar, diesen Marktveränderungen zu begegnen. Kunden können gewünschte Services und Funktionen jederzeit im Fahrzeug hinzubuchen und direkt nutzen. Das Spektrum der Funktionalitäten reicht hierbei von zusätzlichen Wohlfühlfunktionen über Produktivität bis hin zu umfangreichen Entertainment-Funktionen.

Für die Automobilindustrie ergeben sich durch ODCF wiederum völlig neue Vertriebsmöglichkeiten und somit auch neue Businessmodelle. Aber auch andere Branchen wie Banken oder Versicherungen, können mit innovativen Angeboten und Funktionen von den Entwicklungen in diesem Bereich profitieren.

Bei dieser Entwicklung wird sich letztlich nicht die Frage stellen, ob die „New Usable Time“ gefüllt wird. Die Frage wird eher sein: Wer füllt sie und verdient damit Geld? Sollte es Automobilherstellern nicht gelingen diesen Markt rechtzeitig für sich zu besetzen, verlieren sie möglicherweise ein entscheidendes Rennen gegen Wettbewerber wie Google, Apple und Co.

Q_PERIOR hat diese Entwicklung bereits früh erkannt und beschäftigt sich daher umfassend mit dem Thema On Demand Car Functions. Im Zuge einer Umfrage bei Endkunden hat Q_PERIOR eruiert, welche On Demand Car Functions derzeit schon genutzt werden, welche Funktionen die Befragten in Zukunft nutzen würden und welche Nutzungspräferenzen sie bei innovativen, noch nicht auf dem Markt existierenden ODCF haben.

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Die Kernergebnisse der Umfrage haben wir in einer Infografik für Sie zusammengefasst.
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31. Oktober 2018|